METHODEN

„1 Gramm Praxis ist mehr wert als
1000 Tonnen Theorie“

(Sw. Sivananda)

Da Yoga ein praktischer Übungsweg ist, geht es vor allem um deine eigene, direkte und unmittelbare Erfahrung. Was nützt es dir, 1000 Bücher über Yoga zu lesen und theoretische Abhandlungen studierst, wenn du es nicht selbst einmal ausprobierst ? Nur durch das regelmäßige und richtige Üben der Yogamethoden kannst du die positiven Wirkungen und Veränderung an dir selbst erfahren.

Um mit Yoga zu beginnen, brauchst du keine besonderen Voraussetzungen. Nötig ist nur etwas Zeit, eine Matte, der Wunsch es einfach mal auszuprobieren und natürlich jemanden, der dich kompetent anleitet.

Im Folgenden, stellen wir dir kurz die wichtigsten Methoden vor:

Die Körperübungen: asana

„Wenn ein Mensch asana auf die richtige Art und Weise übt, so hat das zur Folge,
dass er auch durch extreme Einflüsse nicht aus dem Gleichgewicht gebracht wird.“

(Patanjali

 – Yoga Sutra)

Asana – Körperhaltungen/Körperübungen, sind wohl das bekannteste und eines der beliebtesten Mittel des Yoga. Asana können einzeln oder im Zusammenhang mit anderen Positionen dynamisch oder statisch ausgeführt werden. Je nachdem, wie die Haltungen geübt werden, haben sie eher allgemeine oder auch ganz spezielle Wirkungen.

Bewusste Atemregulation: pranayama

„Je freier man atmet, desto mehr lebt man…“
(Theodor Fontane)

Anhand von pranayama durchbrechen wir unbewusste Atemmuster, so dass der Atem bewusst, gleichmäßig, lang und tief wird. Da pranayama eines der wirkungsvollsten Werkzeuge des Yoga darstellt, können wir durch eine regelmäßige Praxis viel Lebensenergie gewinnen, unsere Konzentrationskraft verbessern, sowie unsere körperliche, emotionale und mentale Verfassung positiv beeinflussen.

Entspannungstechniken: nishpanda

„Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.“
(Friedrich W. Nietzsche)

Entspannung ist eine Kunst, die ebenso gelernt werden kann wie Körperhaltungen, Atemtechniken oder Meditation. In unserem Yogaunterricht bieten wir eine ganze Reihe von aktiven, leicht zu erlernenden Entspannungsverfahren an, die selbständig zu Hause geübt werden können.

Der Gebrauch von Mantren: mantra japa

„Da wo gesungen wird, dort laß dich nieder.“
(alte Volksweisheit)

Die Stimme ist eines unserer schönsten Geschenke und dass Klänge heilend und entspannend wirken, ist nicht nur im Yoga bekannt. Mantra japa ist der Gebrauch heilkräftiger Worte oder Silben aus der altindischen Gelehrtensprache des Sanskrit, die laut gesungen, leise getönt oder innerlich still rezitiert werden.

Meditation: dhyanam

„Yoga ist das zur Ruhe kommen der Bewegungen im Geist.“
(Patanjali – Yoga Sutra)

Gemäß dem Yoga Sutra ist Meditation das wichtigste Mittel des Yoga.

Meditation wird traditionell im Yoga durch asana und pranayama vorbereitet. Im Grunde sind Yoga und Meditation das Gleiche. Eines der wesentlichsten Ziele einer Yoga-Praxis besteht darin, den Geist aus dem unruhigen Alltagsbewusstsein in einen meditativen Zustand zu überführen, in dem Ruhe, Gelassenheit und Klarheit überwiegen.

Selbststudium / Selbsterforschung: svadhyaya

„Die allermeisten Probleme in unserem Leben entstehen durch unsere gewohnten
Verhaltens- und Denkmuster, derer wir uns nicht bewusst sind.“
(R.Schliwinski)

In dem Moment, in dem wir uns dieser Muster gewahr werden, wird der Grundstein zu ihrer Veränderung und Transformation gelegt. Dieser innere Prozess der Selbsterkenntnis, auf dem wir unseren eigenen Geist kritisch erforschen und hinterfragen, heißt svadhyaya.

2015-12-21T14:49:59+00:00